Category Archive: Deutsch

May 07

Ein bisschen Wind, keine Fische

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Heute ist der dreizehnte Tag unserer Ueberfahrt und wir sind bisher 1.237 Meilen gesegelt (Nur noch 2.600, dann simmer da!). In den letzten Tagen hatten wir sogar passenden Wind, so dass wir gut vorangekommen sind. Jetzt sind es nur noch 2 oder 3 Tage nordwaerts fahren bis wir endlich Rueckenwind haben, der fuer eine längere Periode anhalten soll. Rueckenwind heisst vor allem, dass es fuer uns schneller vorangeht und wir hoffen, dass wir den bisherigen Schnitt von knapp 100 Meilen pro Tag deutlich ueberbieten können. Wenn nicht, geht uns irgendwann vor Irland das Klopapier aus…

Die 1000 Meilen-Marke haben wir vor 2 Tagen mit einem Kuchen gefeiert – auch an Bord eines schwankenden Segelschiffs kann man Kuchen backen. Fische gibts leider keine mehr. Trotz aller Bemuehungen sie mit lecker aussehenden Kunststofffischen und Plastikoktopoden anzulocken hatten wir kein Glueck. Aus akuter Verzweiflung haben wir dann doch wieder das Angelbuch rausgekramt. Aber da standen auch nur Weisheiten drin wie “Man muss an den Köder glauben” und “Nur der Köder im Wasser fängt”. Und das alles präsentiert von Gesichtseintöpfen, die garantiert noch nie in ihrem Leben ‘ne Freundin hatten. Gut, dass wir keine Angler sind!

Unsere Position: http://maps.google.com/maps?q=33.12435,-056.91766+(Bald+ist+Rueckenwind!)&t=k&z=4

May 04

Der zehnte Tag

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Das ist er also, der zehnte Tag unserer Reise nach Irland. Wir sind bis heute 921 NM gesegelt – was keine Rekordleistung ist, aber bei 2 Tagen ohne Wind auch nicht weiter verwunderlich. Wir haben wieder viel geangelt, aber keinen Fisch gefangen. Ich denke, dass wir uns mit dem letzten Mahimahi der Ueberfischung der Weltmeere schuldig gemacht haben und es nun keine Fische mehr gibt. Selbst schuld. Aber ein paar leckere kleine Fische in Konservendosen haben wir noch von damals, als es den Weltmeeren noch besser ging, bevor wir losgesegelt sind.

Von den Kiemenatmern im Atlantik gibts also nichts Neues. Dafuer haben wir eine Herde Wale getroffen. Sie waren so nah dran, dass man sie ueber eine Stunde beim aus-dem-Wasser-springen und wieder-reinklatschen beobachten konnte. Gleichzeitig waren sie aber soweit weg, dass man keine Angst haben musste, dass sich ein Wal unser Boot als potenziellen Partner ausguckt – alles schon passiert, wenn man den Seglern glaubt. Und die sind ja nunmal grundehrlich und erzählen immer die Wahrheit. Eine Tatsache, die unter anderem durch diesen Blogeintrag bewiesen wird.

Unsere Position: http://maps.google.com/maps?q=29.78070,-056.16214+(Zehnter+Tag+auf+dem+grossen+Teich)&t=k&z=4

May 02

Endlich wieder Wind

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Nach ueber zwei Tagen auf der Stelle stehen, haben wir seit heute morgen endlich wieder Wind und es geht weiter. Wir sind uebrigens die beiden Tage Flaute nicht Motor gefahren, da wir nur eine begrenzte Menge Diesel dabei haben. Der Wetterbericht hat keine klare Aussage darueber getroffen ob z.B. eine Tagesfahrt nördlich wieder Wind ist. Aber seit heute morgen geht es weiter. Zur Belohnung fuers anstrengende Segel hochziehen gab es dann auch noch, nach ca einer Stunde, einen leckeren MahiMahi an der Angel. Der war zwar nur halb so gross wie der letzte, aber fuer eine ausgiebige Mahlzeit auf jeden Fall genug. Mhhhhhhh, MahiMahi!

Unsere Position: http://maps.google.com/maps?q=26.90877,-057.63440+(Endlich+wieder+20+Knoten+aus+West)&t=k&z=4

Apr 30

Float, float, float

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Heute beginnt der sechste Tag unserer Atlantikueberquerung und wir haben den zweiten Wetterbericht unseres persönlichen Wetterfroschs, Chris Parker (Alter unbekannt, Meteorologe), erhalten. Chris Parker bietet so genanntes “weather routing” fuer Segler an. Dabei gibt man ihm seine Position und das Ziel durch – er erstellt einen individuellen Wetterbericht und macht Vorschläge wohin man am besten segeln sollte, um den Wind optimal ausnutzen zu können. Wir laden selbst zwar Wetterfax und GRIB-Files herunter, aber es ist äusserst hilfreich sich eine zweite Meinung einholen zu können.

Leider verheisst der neue Wetterbericht nichts gutes. Die Situation auf der Route von der Karibik nach Europa war schon in den letzten Jahren nicht mehr so stabil wie gewohnt. Auch dieses Jahr sieht es nicht anders aus. Hier ein paar interessante Auszuege aus Chris’ Wetterberatung:

  • The weather situation is VERY uncertain.
  • I don’t see any “good” solutions for the next few days.
  • when wind dies on Wednesday, I recommend you just drift to the North or Northeast or East

Heisst fuer uns also: Die nächsten Tage ist mit wenig bis gar keinem Wind zu rechnen und da gerade auch keiner weiss, wann und wo wieder Wind zu finden ist, sollen wir einfach ein bisschen durch die Gegend treiben – naja, auch mal schön…

Im Moment machen wir wenigstens noch 2-3 Knoten nach Ost-Nordost. In den letzten Tagen haben wir bei strahlendem Sonnenschein und angenehmem Halbwindkurs ausgiebigst unsere Flohmarkt- Angel getestet. Leider hat noch kein Fisch angebissen, wir haben nur einige Kilo Seegras geangelt und einen Köder an einen extrem aggressiven Muellsack verloren, der im Atlantik schwamm 🙁

Die naechsten Tage werden wir uns also intensiv mit dem Konzept der Langeweile auseinandersetzten und melden uns wieder wenn es was spannendes zu berichten gibt (oder auch wenn es nichts zu berichten gibt).

Unsere Position: http://maps.google.com/maps?q=26.034485,-058.36057+(Rumdriften+fuer+Fortgeschrittene)&t=k&z=4

Apr 28

Position die zweite

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Gerade haben wir die 440 Meilen-Marke erreicht, also schon mehr als 10 Prozent unserer Reise hinter uns gebracht. Yay! Meine Seekrankheit hat sich passenderweise verzogen, was heute erstmal mit einem Festmahl gefeiert wird – noch haben wir Salat und frisches Gemuese! Seit heute morgen 4h fahren wir uebrigens Motor, da wir die hier uebliche Windstille erreicht haben. Wir schaetzen, dass wir noch ca. 24 Stunden motoren muessen, bevor wir dann endlich wieder leichten Seiten- oder vielleicht sogar Rueckenwind haben.

Unsere Position: http://maps.google.com/maps?q=24.49780,-061.666802+(Hier+motoren+wir)&t=k&z=4

Apr 26

Positionsreport Atlantik 1

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Wir sind jetzt ca. 41 Stunden unterwegs und haben gerade die 200 Meilen geknackt. Das ist eine Positionsmeldung wert! Bis auf ein wenig Seekrankheit bei Nina geht es uns gut.

Unsere Position ist: http://maps.google.com/maps?q=21.09910,-062.44402+(Pos+26-04-2013)&t=k&z=4

Apr 24

Atlantik, nimm dich in acht, wir kommen!

Posted from Marigot, Collectivity of Saint Martin, Saint Martin.

Heute, am 24.04.2013 zwischen 17 und 18 Uhr (lokale Zeit, also UTC -5h) geht’s los – wir beginnen unsere Reise nach Irland!

Wir werden versuchen den Blog regelmässig zu updaten, aber dafuer muss unser Funkgerät funktionieren und die Magnetstuerme von der Sonne duerfen den Funkverkehr nicht stören. Falls wir uns also längere Zeit nicht melden, heisst das nicht wir sind abgesoffen, sondern einfach, dass wir nicht funken können!

Ihr könnt uns die nächsten 28-35 Tage nur per Sailmail erreichen, wer die Sailmail-Adresse nicht hat kann sich an Martin A. oder Stefans/Ninas Mama wenden. Mit Sailmail können wir Text-Emails beliebiger Länge, aber keine Anhänge (z.B. Fotos) erhalten. Wir freuen uns ueber jeden Kommentar auf unserem Blog, können diese aber erst lesen, wenn wir in Irland angekommen sind.

Wenn ihr nicht gerade vielbeschäftigt seid, wäre es nett wenn ihr uns die Daumen drueckt fuer:

  • Nicht zu viel Wind
  • Nicht zu wenig Wind
  • So wenig wie möglich Gegenwind
  • Viele Fische

Bis demnächst, wenn es heisst: Whisky anstatt Rum!

Apr 22

Atlantik-Vorbereitungen

Posted from Marigot, Collectivity of Saint Martin, Saint Martin.

Aller Hoffnungen zum Trotz befinden wir uns immernoch auf St. Martin – “The sleazy Las Vegas of the Caribbean” – wie ein anderer Cruiser neulich passend bemerkte. Unser verlängerter Aufenthalt ist natuerlich nicht freiwillig. Wir sind gezwungen zu warten:

  • Auf unseren Wetter-Advisor Chris Parker, der sich entgegen aller bisherigen Erfahrungen seit einer Woche nicht gemeldet hat.
  • Auf unser AIS/GPS-Gerät, welches wir zur Reparatur nach England geschickt haben. Dort ist es zwar angekommen und repariert worden, nur der englische Zoll will alle Import-Papiere nocheinmal haben, bevor es wieder exportiert werden kann (I hate you UK-Customs!!!)
  • Darauf, dass sich das Wetter auf dem Atlantik normalisiert, so dass wir nicht 4000 Meilen gegen den Wind kreuzen muessen….

Unsere Vorbereitungen haben wir inzwischen schon zu 99% abgeschlossen, inklusive Einkauf (vier volle Dinghies), Ölwechsel, Generatorueberholung, Navigationslichter reparieren, Fenster abdichten, Rettungsinsel neu befestigen, Angelequipment aufstocken, neue Angelhalterung bauen, Diesel und Wasser tanken, 200 l Extra-Trinkwasser verstauen, Elektrikpanel aufräumen, Anntennenbefestigung fuer das SSB erneuern, Windgenerator wieder montieren, Neues Cockpitpolster nähen, neuen Motorraumluefter einbauen, Motorraum besser isolieren, Schweden-Fahne flicken und den Rumpf vom Bewuchs befreien.
Wenn wir nicht bald losfahren können wir bei Punkt eins gleich wieder anfangen…

Apr 21

Happy Birthday!

Posted from Marigot, Collectivity of Saint Martin, Saint Martin.

Apr 19

Der Dinghy Report

Posted from Simpson Bay, Collectivity of Saint Martin, Saint Martin.

Wird es eigentlich geschrieben – Dingi oder Dinghi, mit i oder mit  y am Ende? Keine Ahnung. Es geht jedenfalls um unser Beiboot. Ohne unser treues Gefährt ist unsere Reise eigentlich undenkbar – es bringt uns an Land, ins Internet, zum Supermarkt und zu anderen Booten –  deshalb gibt es hier nun den längst überfälligen Blogeintrag zum Thema Dinghi.

Unser Dingi ist ein Soft-Bottom Schlauchboot der Marke Zodiac. Es ist aus PVC gefertigt, fast noch ganz lochfrei und lässt sich zusammenfalten, wenn man den Sperrholzboden rausnimmt. Das Dinghy ist mit einem 4 PS 4-Takt Außenbordmotor von Yamaha ausgestattet, der äußerst sparsam mit Benzin läuft (keine Beimischung von Öl nötig). Der Motor zeichnet sich vor allem durch sein gemächliches Tempo aus, mit dem er unser Dinghi antreibt, und mit seinem vergleichsweise geringen Wartungsbedürfnis. Einzig und allein einen neuen Propeller haben wir dem Außenborder gegönnt nachdem wir mit dem alten in ein Stueck Holz gefahren sind.

Unser Dingi ist offiziell namenslos, denn wir haben keinen Edding gefunden, der so UV- und salzwasserbeständig ist, dass wir den Namen auf das Boot schreiben konnten (und die Beschriftung länger als fünf Minuten halten würde). Inoffiziell heißt es aber Hellboy. Oder Scheißding. Oder Arschloch. Das kommt immer darauf an, wie zufrieden wir mit der momentanen Performance von Hellboy sind.

Hier kommt ein Foto von Hellboy, auf dem ihr nochmal alle Features nachlesen könnt:

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